Fibel

10 · Pflichtseiten

Dieses Kapitel beschreibt ein Werkzeug, keine Rechtsberatung. Fibel kann dafür sorgen, dass die Seiten da sind, erreichbar sind und die richtigen Punkte abfragen. Ob der Inhalt für deinen Fall stimmt, kann es nicht wissen.

In Deutschland braucht fast jede Seite ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Ein Shop braucht mehr. Das wird gerne vergessen und ist teuer, wenn es auffällt.

Anlegen

bash
fibel recht meine-app             # Impressum und Datenschutz
fibel recht meine-app --shop      # dazu AGB, Widerruf und Versand

Das hängt die Seiten unten an deine .fibel-Datei an — als ganz normales Fibel, das du lesen und ändern kannst. Es ist kein versteckter Mechanismus, sondern Text in deiner Datei.

Dazu kommen die Verweise in die Fußzeile, falls sie fehlen.

Was hinzukommt

SeiteWofür
/impressumAnbieterkennzeichnung nach § 5 DDG
/datenschutzwas erhoben wird, wozu, wie lange, welche Rechte
/agbnur mit --shop
/widerrufnur mit --shop: Belehrung und Muster-Formular
/versandnur mit --shop: Kosten, Fristen, Länder

Die Texte sind ausformuliert, nicht bloß Stichworte. Alles, was du einsetzen musst, steht in eckigen Klammern:

fibel
seite /impressum als "Impressum"
  oeffentlich

  titel "Impressum"
  hinweis "Angaben gemäß § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG)"

  ueberschrift "Anbieter"
  text "[Name des Anbieters]"
  text "[Straße und Hausnummer]"
  text "[PLZ und Ort]"
  text "[Land]"

Der sichtbare Vorbehalt

Am Ende jeder erzeugten Seite steht ein Block, der auf der Seite sichtbar ist:

fibel
  linie
  hinweis "Diese Seite ist eine unbearbeitete Vorlage und rechtlich nicht geprüft."
  hinweis "Sie darf so nicht öffentlich stehen bleiben."

Der ist Absicht. Eine Vorlage, die aussieht wie ein fertiges Impressum, ist gefährlicher als gar keins — sie wiegt in Sicherheit. Solange der Hinweis dasteht, sieht jeder sofort, woran er ist.

Wenn du fertig bist, kommentierst du ihn aus:

fibel
  # linie
  # hinweis "Diese Seite ist eine unbearbeitete Vorlage ..."

Ab diesem Moment liegt die Verantwortung bei dir. Das ist der ganze Mechanismus, und er ist bewusst so einfach: eine bewusste Handlung, kein Schalter, den man versehentlich umlegt.

Was die Prüfung sagt

bash
fibel prüfe meine-app
  OK — Karat: 13 Seite(n), 2 Model(s): Stein, Anfrage

  Hinweis: 39 Platzhalter sind noch nicht ersetzt.
  Solange steht auf den betroffenen Seiten ein sichtbarer Vorbehalt.

Und wenn die Seiten ganz fehlen:

  Hinweis: es fehlen /impressum und /datenschutz.
  Anlegen mit:  fibel recht meine-app.fibel

Beides ist ein Hinweis, kein Fehler — die App startet trotzdem. Fibel zwingt niemanden; es sorgt nur dafür, dass niemand es aus Versehen vergisst.

Bei daten lokal entfällt der Hinweis: Eine App, die nur im eigenen Gerät läuft und nichts veröffentlicht, braucht kein Impressum.

Was du selbst prüfen musst

Fibel kennt dein Vorhaben nicht. Diese Punkte kann nur ein Mensch entscheiden:

  • Bist du Unternehmer oder privat? Das ändert, was ins Impressum gehört.
  • Verkaufst du an Verbraucher? Dann gilt das Widerrufsrecht — und die Belehrung muss stimmen, sonst läuft die Frist nicht an.
  • Welche Daten erhebst du wirklich? Die Datenschutzerklärung muss die tatsächliche Verarbeitung beschreiben, nicht eine übliche.
  • Bindest du etwas Fremdes ein — eine Karte, eine Schriftart von einem fremden Server, ein Zahlungsverfahren? Dann sieht dieser Anbieter die IP-Adresse deiner Besucher, und das gehört hinein, womöglich hinter eine Einwilligung.

Zum letzten Punkt hilft Fibel ein wenig, indem es solche Einbindungen gar nicht erst von selbst macht: keine nachgeladenen Schriften, keine fremden Skripte, keine Zählpixel. Was drin ist, hast du hineingeschrieben.


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